Über uns

Wir sind ein feministisches Kollektiv in Bonn und wollen über Aktionen und langfristige Projekte nachhaltig in das Stadtbild eingreifen. Seit wir uns im August 2018 zum ersten Mal getroffen haben, ist viel passiert: Ausgehend von einem selbstorganisierten Seminar an der Uni Bonn, in dem wir mit anderen Studis zusammen Stationen für einen feministischen Stadtrundgang entwickelt haben, sind wir zu einer feministisch-aktivistischen Gruppe außerhalb der Uni geworden.

Eines unserer langfristigen Projekte ist ein Stadtrundgang, in dem wir euch mit einer feministischen Brille durch die Stadt führen wollen. Durch diese feministische Brille sollen historisch verankerte Ungerechtigkeiten und Widerstandspotentiale sichtbar werden. Mehr zu unserem Stadtrundgang findet ihr unter Stadtrundgang.

Wer macht bei euch mit?

Wie viele andere Gruppen auch, versuchen wir für alle offen zu sein, die ähnliche Ansichten wie wir vertreten. Leider funktioniert das nur nicht immer so gut. Wir sind bisher eine Gruppe, deren Mitglieder mehrheitlich jung und weiß sind, die Uni besucht (haben) und cis-geschlechtlich  sind. Wir wollen deshalb mehr über (implizite) Ausschlusstrukturen lernen und unsere Inhalte diverser gestalten. Denn schließlich streiten wir für eine lebenswere Stadt, in der Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Rassismus, Klassismus und Ableismus keinen Platz haben. Wir wünschen uns eine Stadt, in der emanzipatorische und antikapitalistische Gegenentwürfe blühen können!

Was macht ihr noch so?

Wir machen unter anderem bei verschiedenen Veranstaltungen mit, machen Vorträge oder Workshops oder haben auch schon öfter die Performance “Ein Vergewaltiger auf deinem Weg” des chilenischen Kollektivs Las Tesis in Bonn aufgeführt. Mit ihrer Performance wollen Las Tesis die Ursachen von Gewalt gegen FLINTA* (Frauen, Lesben, inter Personen, nicht-binäre Personen, trans Personen und agender Personen) öffentlich kritisieren. Las Tesis kritisieren in ihrer Performance öffentlich die Ursachen von Gewalt gegen FLINT und wünschen, dass die Performance an unterschiedlichen Orten inszeniert wird. Dabei darf sie angepasst und übersetzt werden, je nachdem, was an den verschiedenen Orten gerade wichtig erscheint. So passiert es immer wieder, dass wir uns mit anderen feministischen Gruppen und Einzelpersonen vernetzen und verschiedene einzelne Aktionen planen.

Und was macht ihr jetzt während der Coronapandemie?

Momentan kämpfen wir mit den Schwierigkeiten, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, und suchen Wege eines bewussten und solidarischen Umgangs mit der aktuellen Situation. Diese Situation ist aber auch sehr kräftezehrend für viele von uns. Deshalb haben wir uns entschieden, erstmal in eine Überarbeitungsphase des Stadtrundgangs zu gehen – mal abgesehen davon, dass Stadtrundgänge gerade auch gar nicht möglich sind. Aber wir haben uns etwas anderes überlegt, um trotzdem weiter mit der „Außenwelt“ interagieren zu können! Schau doch mal in den Reiter Lila auf Beton 😉